Michael Kunze schrieb für die Sprechtheaterbühne zunächst die deutsche Adaption des Broadway-Hits AFTERPLAY der amerikanischen Autorin Anne Meara. Im Mittelpunkt der bissig-amüsanten Komödie stehen zwei Ehepaare, die im Anschluss an einen Theaterbesuch zum Essen gehen; im Laufe des Abends wird offenbar, dass die Fassade von Erfolg und Selbstsicherheit, die jede der vier Personen um sich gebaut hat, tiefe Existenzkrisen verbirgt. AFTERPLAY wurde und wird von zahlreichen Bühnen in Deutschland und Österreich aufgeführt.
1999 entstand in New York LENYA, "ein Stück in zwei Akten für eine Schauspielerin".
Es spielt am Nachmittag des 9. Oktober 1964 im Wohnzimmer eines Hauses in New City, NY, wo Lotte Lenya, die berühmte Brecht/Weill Chansonette und Witwe von Kurt Weill sich auf ein Konzert in der Carnegie Hall vorbereitet. Im Laufe des Stücks brechen lang unterdrückte Schuldgefühle auf. Schöne und schmerzhafte Erinnerungen an Kurt Weill werden wach, und der große Bert Brecht wird in Lenyas Rückschau zu einem selbstgefälligen, rücksichtslosen Karrieristen. LENYA beruht auf Recherchen in der New Yorker Kurt Weill Foundation. Die Uraufführung mit Christiane Hörbiger fand auf dem Kurt Weill Festival Dessau im Frühjahr 2002 statt. Über eine U.S.-Produktion wird derzeit verhandelt.
Im Moment arbeitet Michael Kunze an einem Sprechtheaterstück über die greise Cosima Wagner. Der voraussichtliche Titel des Mehrpersonenstücks lautet WAHNFRIED. |