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Aufrecht gehen
Das Fest
Das große Nichts
Die Hügel von Rahbja
Die kleine Kneipe
Die Rose
Erinnerung
Fünf Minuten vor Zwölf
Gaby wartet im Park
Heut Abend hab ich Kopfweh
Ich gehör nur mir
Ich war noch niemals in
  New York

Ich will alles
Ihr von morgen
Jedes Körnchen Sand
Jetzt erst recht
Lebenslänglich
Ohne dich schlaf ich heut
  Nacht nicht ein

Sehnsucht ist unheilbar
Stillbare Sehnsucht
Stimmen im Wind
Vor dem Winter
Zwei weiße Wolken
Zwischen zwei Gefühlen
 
 
Vor dem Winter
Charles Aznavour, 1978
 

Ich war noch ziemlich unerfahren
Mit meinen zwanzig Knabenjahren
Und du warst sechzehn und voll Träumen
Wir lagen unter Blütenbäumen
Wir beide waren ja noch Kinder
Denn das war lange
Vor dem Winter

Nach unsern ersten heißen Küssen
Plagte uns heftig das Gewissen
Doch bald hielt ich Dich fest umschlugen
Im Bett aus Gras und Frühlingsblumen
Wir fühlten uns wie große Sünder
Doch das war lange
Vor dem Winter

Und wenn auch keiner davon wusste
Es kam so, wie es kommen musste
Man sah’s dir an nach eine Weile
Man traute uns in aller Eile
Ich ließ mich führen wie ein Blinder
Doch das war lange vor dem Winter

Dann musste ich zu den Soldaten
Mit Rucksack und Gewehr beladen
Man lehrte mich, an Hass zu glauben
Ich ließ mir viele Träume rauben
Ich küsste andre schöne Kinder
Doch es war nie wie
Vor dem Winter

Heut’ sind die Straßen voller Steine
Ich denk an dich
Verflogen sind die bunten Träume
Ich denk an dich
Die Blütenbäume sind erfroren
Ich stehe vor verschlossnen Toren
Ich suche dich
Voll Sehnsucht nach dem Land dahinter
Das ich bewohnte
Vor dem Winter
Vor dem Winter

© Michael Kunze 1978
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