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Aufrecht gehen
Das Fest
Das große Nichts
Die Hügel von Rahbja
Die kleine Kneipe
Die Rose
Erinnerung
Fünf Minuten vor Zwölf
Gaby wartet im Park
Heut Abend hab ich Kopfweh
Ich gehör nur mir
Ich war noch niemals in
  New York

Ich will alles
Ihr von morgen
Jedes Körnchen Sand
Jetzt erst recht
Lebenslänglich
Ohne dich schlaf ich heut
  Nacht nicht ein

Sehnsucht ist unheilbar
Stillbare Sehnsucht
Stimmen im Wind
Vor dem Winter
Zwei weiße Wolken
Zwischen zwei Gefühlen
 
 
Sehsucht ist unheilbar
Juliane Werding, 1985
 

Als sie in den Spiegel sah
Eines Morgens, sonderbar
Da erkannte Sie sich nicht
Dreißig Jahre im Gesicht
Ehrlich, doch es passte nicht
Weil ihr Herz erst siebzehn war

Abends fernseh’n, morgens raus
Nachbarklatsch im Treppenhaus
Jede Stunde abgezählt
Einkaufsfahrt im Supermarkt
Kochen, bügeln – Tag für Tag
War das wirklich ihre Welt?

Sie wollte nie ein ‚Nein’ akzeptier’n
Sie wollte nie die Neugier verlier’n
Und noch immer sah sie
Sich im Cabrio fahr’n
Mit dem Wind im offenen Haar
Sehnsucht ist unheilbar

Als er heimkam letzte Nacht
War sein Essen nicht gemacht
Und sie stand nicht an der Tür
Er hat den leeren Schrank geseh’n
Und ohne wirklich zu versteh’n
Las er diesen Brief von ihr

Ich werde nie ein ‚Nein’ akzeptier’n
Ich möchte nie die Neugier verlier’n
Und noch immer seh ich
Mich im Cabrio fahr’n
Mit dem Wind im offenen Haar
Wart nicht auf mich
Denn Sehnsucht ist unheilbar

© Michael Kunze 1985
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