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Aufrecht gehen
Das Fest
Das große Nichts
Die Hügel von Rahbja
Die kleine Kneipe
Die Rose
Erinnerung
Fünf Minuten vor Zwölf
Gaby wartet im Park
Heut Abend hab ich Kopfweh
Ich gehör nur mir
Ich war noch niemals in
  New York

Ich will alles
Ihr von morgen
Jedes Körnchen Sand
Jetzt erst recht
Lebenslänglich
Ohne dich schlaf ich heut
  Nacht nicht ein

Sehnsucht ist unheilbar
Stillbare Sehnsucht
Stimmen im Wind
Vor dem Winter
Zwei weiße Wolken
Zwischen zwei Gefühlen
 
 
Gaby wartet im Park
Udo Jürgens, 1980
 

Der Nachbar mäht Rasen
Die Kinder sind fort mit dem Rad
Du könntest jetzt sagen:
„Ich muss noch mal fort in die Stadt“
Du siehst auf die Uhr: beinah vier
Die Versuchung ist stark
Deine Frau schält Kartoffeln
Und Gaby wartet im Park

Du siehst aus dem Fenster
Das Wetter war selten so schön
Du könntest mit ihr
Durch die Wiesen den Fluss entlanggehn
Warum nicht noch einmal
Ein letzter, verzauberter Tag
Du greifst nach dem Schlüssel
Vom Wagen – jedoch du bleibst stark
Und Gaby wartet im Park.

Du nimmst die Zeitung
Doch du liest kein Wort, das da steht
Du denkst, wenn ich jetzt fahr
Dann komm ich noch nicht mal zu spät
Du suchst Zigaretten
Die Streichhölzer brechen dir ab
Du willst sie vergessen
Doch heimliche Sehnsucht ist stark
Und Gaby wartet im Park

Gaby wartet im Park
Doch sie bleibt heut allein
Und sie wird dich nie wieder sehn
Gaby wartet im Park
Aber du nahmst dir vor
Du wirst nicht zu ihr gehn

Ein Mädchen wird dich nicht verstehn
Und das quält dich – doch dann
Streichst du deiner Frau übers Haar
Fragend sieht sie dich an
Du denkst dir, jetzt wär’s an der Zeit
Dass ich ihr alles sag
Doch du bringst kein Wort raus
Und drückst ihre Hand
Nur ganz stark
Und Gaby wartet im Park

© Michael Kunze 1980
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