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Aufrecht gehen
Das Fest
Das große Nichts
Die Hügel von Rahbja
Die kleine Kneipe
Die Rose
Erinnerung
Fünf Minuten vor Zwölf
Gaby wartet im Park
Heut Abend hab ich Kopfweh
Ich gehör nur mir
Ich war noch niemals in
  New York

Ich will alles
Ihr von morgen
Jedes Körnchen Sand
Jetzt erst recht
Lebenslänglich
Ohne dich schlaf ich heut
  Nacht nicht ein

Sehnsucht ist unheilbar
Stillbare Sehnsucht
Stimmen im Wind
Vor dem Winter
Zwei weiße Wolken
Zwischen zwei Gefühlen
 
 
Die kleine Kneipe
Peter Alexander, 1976
 

Der Abend senkt sich auf die
Dächer der Vorstadt
Die Kinder am Hof müssen heim
Die Krämersfrau fegt das
Trottoir vor dem Laden
Ihr Mann trägt die Obstkisten rein

Der Tag ist vorüber,
die Menschen sind müde
Doch viele gehn nicht gleich nach Haus
Denn drüben klingt aus einer offenen Türe
Musik auf den Gehsteig hinaus

Die kleine Kneipe in unserer Straße
Da wo das Leben noch lebenswert ist
Dort in der Kneipe in unserer Straße
Da fragt dich keiner
Was du hast
Oder bist

Die Postkarten dort an der
Wand in der Ecke
Das Foto vom Fußballverein
Das Stimmengewirr,
die Musik aus der Jukebox
All das ist ein Stückchen Daheim

Du wirfst eine Mark in den Münzautomaten
Schaust andern beim Kartenspiel zu
Und stehst mit dem Pils in
der Hand an der Theke
Und bist gleich mit jedem per du

Man redet sich heiß und
spricht sich von der Seele
Was einem die Laune vergällt
Bei Korn und bei Bier
findet mancher die Lösung
Für alle Probleme der Welt

Wer Hunger hat,
der bestellt Würstchen mit Kraut
Weil es andere Speisen nicht gibt
Die Rechnung,
die steht auf dem Bierdeckel drauf
Doch beim Wirt hat jeder Kredit

De kleine Kneipe in unserer Straße
Da wo das Leben noch lebenswert ist
Dort in der Kneipe unserer Straße
Da fragt dich keiner
Was du hast
Oder bist

© Michael Kunze 1976
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