Man schreibt das Jahr 1600. Eine lähmende Angst hat sich über Stadt und Land gelegt.
Alle warten auf den großen Krieg, die Endschlacht, die dem Jüngsten Tag vorausgeht.
Die Angst vor dem Untergang äußert sich auf vielfältigste Weise. Man flucht, hurt; man betet, büßt, grübelt und klammert sich an finsteren Aberglauben.
In Niederbayern gerät eine landfahrende Familie in die Fänge der Obrigkeit. Als der herzogliche Hofrat in München davon erfährt, bekundet er überraschendes Interesse an dem unwichtigen, alltäglichen Fall. In der Landeshauptstadt ist man nämlich auf der Suche nach geeigneten Schuldigen für einen Schauprozess, der die Straßenräuber, Brenner und Mörder im Land abschrecken soll.
Die Macht der Folter hat noch dem Unschuldigsten ein Geständnis abgezwungen...
"Ein Buch, das den Leser behutsam mitnimmt in eine ferne, vergangene Welt.
Ein Panorama vom Alltag der kleinen Leute, voller erstaunlicher Details,
einfühlsam und plastisch" Barbara Beuys |