Der radikale Demokrat Gustav Struve war eine der führenden Gestalten der Märzrevolution von 1848. Dies ist seine fiktive Biografie und zugleich ein farbenprächtiges Panorama der deutschen Wirklichkeit im 19. Jahrhundert.
Struve und seine Mitstreiter träumten von einer freiheitlichen, föderativen deutschen Bundesrepublik. Doch die Zeit war nicht reif für ihre Revolution.
Nach anfänglichen Erfolgen wie der Ausrufung und Etablierung der Republik in Baden wurde dieser erste Versuch einer deutschen Demokratie von preußischen Truppen in Blut ertränkt.
Struve floh über die Schweiz und England, wo er unter anderem mit Karl Marx zusammentraf, in die USA. Dort rief ihn sein Idealismus erneut zu den Waffen.
Als einfacher Soldat zog er im amerikanischen Bürgerkrieg gegen die Sklavenhalter.
Als er 1863 – den 48ern wurde eine Amnestie gewährt – nach Deutschland zurückkehrt, erkennt er das Land kaum wieder. Die Gründerzeit ist angebrochen, man hat sich eingerichtet in der Behaglichkeit des Bürgertums.
Die Sieger der Geschichte haben die revolutionären Versuche, Deutschland zur Demokratie zu machen, verleumdet und verhöhnt. Michael Kunzes Buch lässt den vergessenen Demokraten der ersten Stunde Gerechtigkeit widerfahren. |